Elastische Metalldichtungen

Elastische Metalldichtungen von GFD haben sich bereits weltweit unter unterschiedlichsten extremen Einsatzbedingungen bewährt. Sie kommen dann zum Einsatz, wenn konventionelle Dichtungsprodukte den Parametern und Anforderungen in neuen oder bestehenden Anwendung nicht (mehr) gerecht werden können.


Beispielsweise dann, wenn die konventionelle Dichtung für den Temperaturbereich nicht geeignet ist oder die Flachdichtung eine Flanschklaffung nicht kompensieren kann oder die geforderte Leckagerate durch die bislang eingesetzte Dichtung nicht erzielt werden kann.

Einsatzmöglichkeiten und Vorteile:

  • Dichtung für Vakuum, Gase und Flüssigkeiten unter extremen Einsatzbedingungen.
  • Einsetzbar in Druckbereichen von UHV bis zu 5000bar bei Gebrauchstemperaturen von -269°C bis 750°C.                     
  • Beständig gegen radioaktive Strahlung, Chloride, Korrosion und andere aggressive Einflüsse. Keine Alterung.
  • Durch eine Vielzahl von Kombinationsmöglichkeiten bestmöglich auf Parameter und Anforderungen in der Anwendung einstellbar
  • Erzielung geringster Leckageraten durch zusätzliche Beschichtung
  • Aufrechterhaltung der Dichtigkeit auch bei Flanschabhebung durch elastisches Ausgleichsverhalten der Dichtung
  • Beständig gegen explosive Dekompression
  • Einfache Kräfteberechnungen, da Ring im Kraftnebenschluß arbeitet.
Noch Fragen? Kontaktieren Sie uns!

Wir sind als Problemlöser auf dem Gebiet der elastischen Metalldichtungen bekannt. Jeder Einsatzfall wird von unserer Technik auf Grundlage jahrelanger Erfahrung geprüft und bewertet, um die für Ihren Einsatzfall bestmögliche Lösung anbieten zu können.

Elastische Metalldichtungen von GFD sind in einer Vielzahl unterschiedlicher Typen, Querschnitte, Wandstärken, Materialien, Beschichtungen, Beschichtungsstärken und Wärmebehandlungen erhältlich.

Durchmesser sind beginnend mit den Mindestdurchmessern, welche von Dichtungstyp und Querschnitt abhängig sind, durch den Kunden definierbar. Bedingt durch die daraus entstehenden unendlichen Kombinationsmöglichkeiten, werden diese Dichtelemente von GFD auftragsbezogen gefertigt. Für die Auswahl des am besten geeigneten Dichtelementes für Ihre Anwendung können Sie gerne den technischen Support von GFD in Anspruch nehmen. Bitte lassen Sie uns hierzu die auftretenden Parameter, z.B. Temperatur, Druck, Medium, Oberflächengüten, usw., sowie Anforderungen in der Anwendung, z.B. erforderliche Leckagerate, Lastwechsel, zu erwartende Flanschabhebung usw., wissen.

Durch Verpressung des Dichtelementes vom ursprünglichen Querschnitt (A) auf die erforderliche Nuttiefe (C) wird die maximale Presskraft (F max) generiert. Hierbei wird der Ring nicht nur elastisch (A-B), sondern auch plastisch (B-C) verformt. Die Presskraft sorgt bei beschichteten Ringen zudem für ein Fliesen der Beschichtung. Mikroskopisch kleine Unebenheiten in der Gegendichtfläche der Nut werden durch diesen Mechanismus verschlossen und geringste Leckageraten sichergestellt. Elastische Metalldichtungen haben bei Entlastung die Fähigkeit definiert zurückzufedern (C-E). Dieses Verhalten ist auch als sog. Springback SB bekannt. Die nutzbare elastische Rückfederung (C-D) stellt sicher, dass bei Auftreten von Flanschabhebungen in Folge von Druck- und Temperaturbeaufschlagung, die Dichtigkeit gewahrt bleibt. Um die Dichtperformance aufrechtzuerhalten, ist i.d.R. nur ein Teil des gesamt SB nutzbar, sodass die Dichtkraft F min SB nicht unterschritten wird.

Typische Anwendungen / Branchen

  • Maschinen- und Anlagenbau
    Gasturbinen,  Wärmetauscher, Kunststoffspritzmaschinen, Druckbehälter, Pumpengehäuse, Verbrennungsmotoren
  • Öl- und Gasindustrie
    Armaturen, Ventile, Cryo-Anwendungen
  • Chemie- und Prozesstechnik
    Hochvakuum, Wärmetauscher, Druckbehälter, Armaturen, Ventile, Cryo-Anwendungen
  • Dichtungstechnik
  • Laser- und Sensortechnologie
  • Luft-und Raumfahrt:
    Mechanik, Module, Treibstoffsystem, Triebwerke



Hinweise zur Gestaltung der Konstruktion

Mit dieser Empfehlung möchten wir allen Bauteilverantwortlichen Hinweise zur Gestaltung der Konstruktion geben, um eine erfolgreiche Dichtungslösung umzusetzen. Eine geeignete Dimensionierung und Materialauswahl in Abhängigkeit der Parameter und Anforderungen tragen ebenso zur zuverlässigen Funktion der Dichtungslösung bei, wie das Dichtelement selbst. Entgegen aufwändiger Berechnungen, z.B. beim Einsatz von Flachdichtungen, sind bei elastischen Metalldichtungen im Wesentlichen die Verpresskräfte der Dichtung den Betriebskräften der Anwendung hinzuzurechnen. Insbesondere für Hochtemperaturanwendungen sind Kenntnisse zum Festigkeitsverlauf der Konstruktionswerkstoffe für die Steifigkeit von Flanschen, sowie Auslegung und Anzahl der Verschraubungen von großer Bedeutung. Sollte aus Berechnungen zum Verhalten der Konstruktion eine Flanschklaffung zu erwarten sein, bitten wir um Mitteilung exakter Zahlenwerte.
Gerne unterstützen wir Sie bei der Auswahl eines geeigneten GFD-Dichtelementes.

Weiterhin ist die Oberflächengüte der Gegendichtfläche von elementarer Bedeutung. Die Dichtigkeit ist das Ergebnis aus dem erfolgreichen Zusammenspiel von Dichtelement und Oberflächengüte der Gegendichtfläche.
Die Notwendigkeit einer Beschichtung, und ggf. die Festlegung der Beschichtungsstärke, ist abhängig von der gewünschten Leckagerate. Rauere Oberflächen können im Hinblick auf die Erfüllung der Leckageanforderung in Grenzen durch eine höhere Beschichtungsstärke kompensiert werden.

Für Ringe in Innen- und Außendruckanwendungen gilt:
Die durch die Bearbeitung hervorgerufenen Bearbeitungsspuren müssen konzentrisch zur Berührlinie der Dichtung verlaufen.
Radial verlaufende Riefen und Kratzer vermeiden.
Bearbeitungsspuren auf der Nut- oder Flanschoberfläche müssen frei von Schmutz, Schleifstaub oder anderen Fremdkörpern sein.

Für Ringe in Axialdruckanwendungen gilt:
Die durch die Bearbeitung hervorgerufenen Bearbeitungsspuren müssen konzentrisch zur Berührlinie der Dichtung verlaufen.
Axial verlaufende Riefen und Kratzer vermeiden.
Bearbeitungsspuren auf der Nut-Innen- und –außenseite müssen frei von Schmutz, Schleifstaub oder anderen Fremdkörpern sein.

Zulässige Exzentrizität:
- bis Bohrungs-Ø 85 mm = max. 0,015 mm
- ab Bohrungs-Ø 85 mm = max. 0,03 mm
Oberflächenhärte 60 HRC

 

Die GFD-Dichtung

  • Die Dichtungen sollten bis zum Zeitpunkt der Montage in der Original-Verpackung aufbewahrt werden, um Beschädigungen zu vermeiden.
  • Achten Sie beim Öffnen der Verpackung darauf, dass die Dichtung nicht durch scharfe Gegenstände, z.B. Messer o. Schere, beschädigt wird, da selbst kleinste Kratzer die Dichtperformance negativ beeinflussen können.
  • Prüfen Sie die Dichtung nach dem Entpacken auf evtl. Beschädigungen oder sonstige Mängel.
  • Benutzen Sie für die Montage, sofern überhaupt erforderlich, nur geeignete Werkzeuge.
  • Tragen Sie geeignete Handschuhe, falls dies die Spezifikation erfordert.
  • Behandeln Sie die Dichtung mit größter Sorgfalt.

Die Kundenkonstruktion: Nut und Flansch

  • Die Beschaffenheit der Gegendichtflächen spielt für die spätere Dichtwirkung eine entscheidende Rolle.
    Neben den in den Konstruktionsempfehlungen genannten Punkten ist sicherzustellen, dass Nuten und Flansche frei von Verschmutzungen, Fremdkörpern, Kratzern sowie sonstigen Beschädigungen und Deformationen sind, da jede der genannten Auffälligkeiten zu Leckage führen kann. Eine Reinigung, bspw. mittels staubfreiem Tuch und Aceton unmittelbar vor Montage, ist empfehlenswert.
  • Tragen Sie geeignete Handschuhe, falls dies die Spezifikation erfordert.
  • Führen Sie die eben genannten Prüfungen und die Reinigung mit größter Sorgfalt durch.

Die Montage

  • Achten Sie bei der Montage der Dichtung in die Nut darauf, dass keinerlei Kratzer oder sonstige Beschädigungen entstehen.
  • Beachten Sie bei der Benutzung von Werkzeugen, sofern überhaupt erforderlich, dass sowohl die Dichtung als auch die umgebende Konstruktion, insbesondere die Gegendichtflächen, keinerlei Beschädigungen erleiden.
  • Verwenden Sie keinerlei Hilfsstoffe wie Öl, Fett, oder sonstige Produkte.
  • Tragen Sie geeignete Handschuhe, falls dies die Spezifikation erfordert.
  • Führen Sie nach Platzierung der Dichtung die benachbarten Konstruktionsteile vorsichtig zueinander. Verspannen Sie im Falle von Mehrfachverschraubungen die Flansche nach und nach über Kreuz, um eine gleichmäßige Verpressung der Dichtung zu erzielen.
  • Bei der Montage von Dichtungen des Typs MCA ist eine ausgezeichnete Führung derabzudichtenden Bauteile zueinander sicherzustellen (Siehe Kapitel Konstruktionsempfehlungen), um Beschädigungen, z. B. durch Verkanten, zu vermeiden.
    Montagewerkzeuge sind auf Anfrage lieferbar.
  • Arbeiten Sie bei der Montage mit größter Sorgfalt.

Hinweis zur Wiederverwendbarkeit

GFD empfiehlt federelastische Metalldichtungen nach Demontage nicht wiederzuverwenden.
Hintergrund: Die Ringe werden bei der Montage nicht nur elastisch, sondern auch plastisch verformt.
Zusätzlich besteht die Gefahr von Beschädigungen und Verunreinigungen.
Im Falle wiederholter Verwendung führt dies i.d.R. zu (deutlicher) Abnahme der Dichtperformance und somit zur Verfehlung der Ursprungsspezifikation.

Ring- und Federmaterial

Für die Fertigung der Ringe und Federn stehen unterschiedliche Edelstähle und Nickellegierungen zur Verfügung. Die Auswahl des am besten geeigneten Materials richtet sich nach Anwendung und Spezifikation.


Wärmebehandlung

Es besteht die Möglichkeit, Ringe in Abhängigkeit der Materialien und Anwendungen verschiedenen Wärmebehandlungen zu unterziehen. Eine geeignete Wärmebehandlung kann die Performance, als auch die Lebensdauer der Ringe positiv beeinflussen. Die Festlegung kann direkt durch den Kunden oder bei Vorhandensein aller essentiellen Parameter und Anforderung durch GFD festgelegt werden.


Beschichtungswerkstoffe

Die Dichtigkeit von Metall-Ringen kann mit einer geeigneten Beschichtung deutlich verbessert werden. Bei der Verpressung des Ringes fließt die Beschichtung in die mikroskopisch kleinen Unebenheiten der Gegendichtfläche und verschließt diese. Durch diesen Mechanismus können exzellente Dichtgüten erreicht werden. Die Dichtigkeit spezifiziert als Leckagerate in mbar l/s ist das Ergebnis aus dem erfolgreichen Zusammenspiel von Ring und Oberflächengüte der Gegendichtfläche (siehe hierzu auch Kapitel „Konstruktionsempfehlungen und Montage“). Die Notwendigkeit einer Beschichtung, und ggf. die Festlegung der Beschichtungsstärke, ist somit abhängig von der gewünschten Leckagerate und richtet sich weiterhin nach Oberflächengüte von Nut und Flansch. Bei der Auswahl ist zu beachten, dass die Beschichtung mit der Verpresskraft des Ringes harmoniert, sodass ein Fliesen zuverlässig stattfindet. So sollte eine vglw. harte Nickelbeschichtung nur in Kombination mit einem Ring mit hoher Verpresskraft zum Einsatz kommen. Im Gegensatz dazu sollten Zinn- oder PTFE-Beschichtungen vorzugsweise mit  Ringen geringer Verpresskraft konfiguriert werden. Das breiteste Spektrum an Anwendungen deckt Silber ab und gilt somit als Standard-Beschichtungswerkstoff. Weiterhin können Beschichtungen, z.B. PTFE oder Gold, auch als Schutz zur Verbesserung der Beständigkeit gegen aggressive Medien zum Einsatz gebracht werden.

Metall-O-Ring
normal
Metall-O-Ring
selbstverstärkend
Metall-O-Ring
druckgefüllt
Metall-C-Ring Metall-C-Ring
federverstärkt
Metall-C-Ring
Highflex federverstärkt
Metall-C-Ring
für Axialdruck
Metall-C-Ring
für Axialdruck federverstärkt
Metall-U-Ring
Innendruck MOR NPTyp MOR
Ausführung NP
MOR SITyp MOR
Ausführung SI
MOR PFTyp MOR
Ausführung PF
MCITyp MCI MCI-FTyp MCI-F MCI-HFTyp MCI-HF MUITyp MUI
Außendruck MOR NPTyp MOR
Ausführung NP
MOR SOTyp MOR
Ausführung SO
MOR PFTyp MOR
Ausführung PF
MCOTyp MCO MCO-FTyp MCO-F MCO-HFTyp MCO-HF MUOTyp MUO
Axialdruck MCATyp MCA MCA-FTyp MCA-F
Beschreibung für geringe bis mäßige Druch- und Vakuumverhältnisse wirkt selbstverstärkend durch Bohrung am ID bzw. am AD Drückfüllung wirkt ab Temperaturen von ca. 425°C Metall C-Ringe besitzen eine höhere Elastizität als Metall O-Ringe. Die offene Seite des Metall C-Ringes zeigt in Richtung des höheren Druckes. Er wirkt dadurch selbstverstärkend. Die Federverstärkung verbessert nochmals die Dichtwirkung und die Rückfederung. besitzt hohe Rückfederung bei geringer Verpreßkraft
als Formdichtung lieferbar x x x x x x
als Segmentdichtung lieferbar x x x x x
Metall-O-Ring
normal
Innendruck Außendruck Axialdruck
MOR NPTyp MOR
Ausführung NP
MOR NPTyp MOR
Ausführung NP
als Formdichtung lieferbar als Formdichtung lieferbar
als Segmentdichtung lieferbar als Segmentdichtung lieferbar
für geringe bis mäßige Druch- und Vakuumverhältnisse
Metall-O-Ring
selbstverstärkend
Innendruck Außendruck Axialdruck
MOR SITyp MOR
Ausführung SI
MOR SOTyp MOR
Ausführung SO
als Formdichtung lieferbar als Formdichtung lieferbar
als Segmentdichtung lieferbar als Segmentdichtung lieferbar
wirkt selbstverstärkend durch Bohrung am ID bzw. am AD
Metall-O-Ring
druckgefüllt
Innendruck Außendruck Axialdruck
MOR NPTyp MOR
Ausführung NP
MOR NPTyp MOR
Ausführung NP
als Formdichtung lieferbar als Formdichtung lieferbar
Drückfüllung wirkt ab Temperaturen von ca. 425°C
Metall-C-Ring
Innendruck Außendruck Axialdruck
MCITyp MCI MCOTyp MCO
als Formdichtung lieferbar als Formdichtung lieferbar
als Segmentdichtung lieferbar als Segmentdichtung lieferbar
Metall C-Ringe besitzen eine höhere Elastizität als Metall O-Ringe. Die offene Seite des Metall C-Ringes zeigt in Richtung des höheren Druckes. Er wirkt dadurch selbstverstärkend. Die Federverstärkung verbessert nochmals die Dichtwirkung und die Rückfederung.
Metall-C-Ring
federverstärkt
Innendruck Außendruck Axialdruck
MCI-FTyp MCI-F MCO-FTyp MCO-F
als Formdichtung lieferbar als Formdichtung lieferbar
als Segmentdichtung lieferbar als Segmentdichtung lieferbar
Metall C-Ringe besitzen eine höhere Elastizität als Metall O-Ringe. Die offene Seite des Metall C-Ringes zeigt in Richtung des höheren Druckes. Er wirkt dadurch selbstverstärkend. Die Federverstärkung verbessert nochmals die Dichtwirkung und die Rückfederung.
Metall-C-Ring
Highflex federverstärkt
Innendruck Außendruck Axialdruck
MCI-HFTyp MCI-HF MCO-HFTyp MCO-HF
als Formdichtung lieferbar als Formdichtung lieferbar
als Segmentdichtung lieferbar als Segmentdichtung lieferbar
Metall C-Ringe besitzen eine höhere Elastizität als Metall O-Ringe. Die offene Seite des Metall C-Ringes zeigt in Richtung des höheren Druckes. Er wirkt dadurch selbstverstärkend. Die Federverstärkung verbessert nochmals die Dichtwirkung und die Rückfederung.
Metall-C-Ring
für Axialdruck
Innendruck Außendruck Axialdruck
MCATyp MCA
Metall C-Ringe besitzen eine höhere Elastizität als Metall O-Ringe. Die offene Seite des Metall C-Ringes zeigt in Richtung des höheren Druckes. Er wirkt dadurch selbstverstärkend. Die Federverstärkung verbessert nochmals die Dichtwirkung und die Rückfederung.
Metall-C-Ring
für Axialdruck federverstärkt
Innendruck Außendruck Axialdruck
MCA-FTyp MCA-F
Metall C-Ringe besitzen eine höhere Elastizität als Metall O-Ringe. Die offene Seite des Metall C-Ringes zeigt in Richtung des höheren Druckes. Er wirkt dadurch selbstverstärkend. Die Federverstärkung verbessert nochmals die Dichtwirkung und die Rückfederung.
Metall-U-Ring
Innendruck Außendruck Axialdruck
MUITyp MUI MUOTyp MUO
besitzt hohe Rückfederung bei geringer Verpreßkraft

Erzielbare Leckage-Rate

Kraft-Weg-Prinzip Übersicht unterschiedlicher Typen

Metall-O-Ring normal

Innendruck

Typ MOR
Ausführung NP

Außendruck

Typ MOR
Ausführung NP

Metall-O-Ring selbstverstärkend

Innendruck

Typ MOR
Ausführung SI

Außendruck

Typ MOR
Ausführung SO

Metall-O-Ring druckgefüllt

Innendruck

Typ MOR
Ausführung PF

Außendruck

Typ MOR
Ausführung PF

Innendruckanwendung

MOR Innendruck

Für Innendruckanwendungen errechnet sich der Außendurchmesser des Ringes ODR wie folgt:

ODR = OD - Z

Außendruckanwendung

MOR Außendruck

Für Außendruckanwendungen errechnet sich der Außendurchmesser des Ringes ODR wie folgt:

ODR = ID + Z + 2*CSR + (4*Pt)

(4*Pt) nur gültig für Ringe mit Beschichtung. Für die Berechnung ist der jeweils größte Wert des gewählten Wertebereiches anzuwenden.

CSR Nenn-Querschnitt: Querschnittsmaß (ohne Beschichtung) z.B. ähnlich der Schnurstärke von Elastomer-O-Ringen
Code Performance-Index: zeigt Eigenschaftsmerkmale des Ringes an (z.B. Verpresskraft, Rückfederung)
D Nuttiefe: axiales Konstruktionsmaß, auf das der Ring vom ursprünglichen Querschnitt CSR kommend verpresst wird.
F Verpresskraft: die genannten Richtwerte beziehen sich auf 1mm Dichtungslänge. Um die Gesamtkraft der Dichtung für die Auslegung der Konstruktion zu erhalten, wird dieser Wert mit der Umfangslänge der Dichtung multipliziert.
ID Innendurchmesser der Nut: Referenzmaß für Außendruckanwendungen
OD Außendurchmesser der Nut: Referenzmaß für Innendruckanwendungen
ODR Außendurchmesser des Ringes: Der Außendurchmesser des Ringes ist ab dem genannten Mindestmaß ODR min. frei wählbar und ist zugleich korrespondierendes Maß zum Außen- bzw. Innendurchmesser der Nut.
Pt Beschichtungsstärke
R Radius: Konstruktionsmaß, dass die Abstützung des Ringes bei Druckbeaufschlagung verbessert
SB Springback: maximal mögliches Maß, um das der Ring insgesamt elastisch zurückfedern kann. Wichtiger Wert im Zusammenhang mit möglichen Flanschklaffungen.
W Nutbreite: radiales Konstruktionsmaß. Das genannte Mindestmaß W min. darf nicht unterschritten werden.
Wt Wandstärke: Blechstärke des Ringes
Z diametrisches Spiel zwischen Ring und Nut

Das folgende Bestellbeispiel beschreibt einen Metall-O-Ring in

5
Werkstoff Inconel X-750
2,39
Querschnitt 2,39 mm
s
mit Wandstärke 0,46 mm
0054,70
Ringaußendurchmesser ODR 54,7mm inkl. Beschichtung
(passend für Nut-Außendurchmesser OD 55,00mm)
SI
selbstverstärkend innen (Innendruckanwendung)
S
Silberbeschichtung
L
0.01 - 0.03mm stark
MOR - 5 - 2,39 s - 0054,70 - SI S L

MOR für Innendruck
konfigurieren
   MOR für Außendruck
konfigurieren

Metall-Ring MOR Einbauraum Performance
Nenn-
Querschnitt
Performance
Index
Wandstärke Außendurchmesser
Ring
diametrisches
Spiel
Nuttiefe Nutbreite Radius Verpresskraft
(Richtwerte)
Springback
(Richtwerte)
CSR
mm
Code Wt
mm
Ø ODR min.
mm
Z
mm
D +0,1
mm
W min.
mm
R max.
mm
F
ca. N/mm
SB
ca. mm
0,89 w 0,15 6 0,20 0,65* 1,4 0,25 70 0,01
1,57 w 0,25 15 0,25 1,15 2,3 0,35 110 0,03
1,57 s 0,36 15 0,25 1,15 2,3 0,35 230 0,03
2,39 w 0,25 25 0,30 1,9 3,2 0,5 60 0,05
2,39 s 0,46 25 0,30 1,9 3,2 0,5 210 0,03
3,18 w 0,25 45 0,40 2,55 4,2 0,75 40 0,07
3,18 s 0,51 45 0,40 2,55 4,2 0,75 170 0,04
3,96 w 0,51 70 0,60 3,2 5,2 1,25 115 0,08
3,96 s 0,64 70 0,60 3,2 5,2 1,25 195 0,06
4,78 w 0,51 100 0,70 3,85 6,4 1,3 95 0,10
4,78 s 0,64 100 0,70 3,85 6,4 1,3 160 0,08
6,35 w 0,64 160 0,75 5,1 8,5 1,5 110 0,15
6,35 s 0,81 160 0,75 5,1 8,5 1,5 190 0,10
9,53 w 0,97 300 1,00 8,3 12,7 1,5 170 0,15
9,53 s 1,24 300 1,00 8,3 12,7 1,5 290 0,12
12,7 w 1,27 800 1,25 11,1 16,5 1,5 200 0,20
12,7 s 1,65 800 1,25 11,1 16,5 1,5 370 0,18

*) D +0,05 zzgl. Beschichtungsstärke

Ringmaterial

Ringmaterial Bestellcode Wst.No.
SS321 3 1.4541
Inconel 600 4 2.4816
Inconel X-750 5 2.4669

Weitere Werkstoffe auf Anfrage.

Ausführung

Ausführung Bestellcode
normal NP
selbstverstärkend innen SI
selbstverstärkend aussen SO
druckgefüllt PF

Beschichtung

Beschichtung Bestellcode max. Temperatur
Zinn Z 200°C
PTFE P 290°C
Silber S 430°C (650°C*)
Kupfer C 930°C
Gold G 930°C
Nickel N 1200°C
ohne O

* Nur gültig für nichtoxidierende Medien.
Weitere Werkstoffe auf Anfrage.

Beschichtungsstärke

Beschichtungsstärke Bestellcode
0,01 - 0,03 mm L
0,03 - 0,05 mm M
0,05 - 0,07 mm H

Weitere Beschichtungsstärken auf Anfrage.

Metall-C-Ring

Innendruck

Typ MCI

Mehr Infos

Außendruck

Typ MCO

Mehr Infos

Axialdruck

Typ MCA

Mehr Infos

Metall-C-Ring federverstärkt

Innendruck

Typ MCI-F

Mehr Infos

Außendruck

Typ MCO-F

Mehr Infos

Axialdruck

Typ MCA-F

Mehr Infos

Metall-C-Ring Highflex federverstärkt

Innendruck

Typ MCI-HF

Mehr Infos

Außendruck

Typ MCO-HF

Mehr Infos

Metall-U-Ring

Innendruck

Typ MUI

Mehr Infos

Außendruck

Typ MUO

Mehr Infos

Viele der im Katalog genannten Dichtungstypen sind neben der kreisrunden Ausführung auch als Form- und Segmentdichtung für unterschiedlichste Anwendungen lieferbar. 

Die umsetzbaren Mindestradien richten sich nach den in der Tabelle für den jeweiligen Typ genannten Mindestdurchmesser und werden für Innendruckanwendung aus ODRmin/2 gebildet, für Außendruckanwendungen gilt IDRmin/2.  

Für die Beurteilung der Machbarkeit ist eine detaillierte Darstellung der Nutkontur inkl. Bemaßung und Tol. mit Hinweis auf Innen- oder Außendruckanwendung erforderlich.

Heißkanaldichtungen

Metall O-Ringe in Heißkanalsystemen von Kunststoffspritzanlagen

Dichtungen für Heißkanalsysteme sind in vielen Größen ab Lager verfügbar, da die Nutabmessungen von unterschiedlichen Herstellern oft identisch sind.
Die Dichtungen werden bspw. in den Düsen, Anschlüssen und Bauteiltrennungen von HK-Systemen eingesetzt.
Die Dichtung ist ein „Einmal“-Artikel und wird beim Wechseln der Bauteile getauscht.

Space Limiter

Der Spacelimiter ermöglicht den Einsatz von elastischenen Metalldichtungen bei fehlender Nutgeometrie zwischen zwei Flanschen. Er begrenzt die Verpressung der Dichtung auf die erforderliche Höhe und stützt die Dichtung bei Druckbeaufschlagung ab. 

Die Oberflächengüte der Flanschpaare im Bereich der Gegendichtfläche sollte den Empfehlungen von GFD folgen.  

Spacelimiter können z.B. mit einem Lochkreis, der den Verschraubungen der Flansche entspricht, ausgeführt werden. 

Sollte ein Absatz in der Flanschverbindung vorhanden sein, kann dieser als Formschluss genutzt werden.

Spacelimiter sind sowohl für Innen- als auch für Außendruck herstellbar. Für die Prüfung der Umsetzbarkeit ist eine detaillierte Flanschdarstellung inkl. Abmessungen und Tol. mit Hinweis auf Innen- oder Außendruckanwendung erforderlich.

 





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